Berliner Verlagspreis 2019

Der Berliner Verlagspreis wird gemeinsam von den Berliner Senatsverwaltungen für Kultur und Europa sowie Wirtschaft, Energie und Betriebe 2019 bereits zum zweiten Mal verliehen. Die festliche Preisverleihung findet am 17. November in Anwesenheit der Senatorin Ramona Pop und des Senators Dr. Klaus Lederer im Deutschen Theater statt.

Grußwort

Im vergangenen November haben wir erstmalig den Berliner Verlagspreis verliehen. Der Hauptpreis ging an den Verlag Klaus Wagenbach, mit den zwei Förderpreisen wurden das Verlagshaus Berlin und Reprodukt ausgezeichnet.
Schon diese erste Preisvergabe machte deutlich, dass Berliner Verlage oft als Initiatoren von ästhetischen, thematischen und herstellerischen Innovationen von sich reden machen. Dass sie mit ihren Büchern gesellschaftliche, wissenschaftliche und politische Diskurse anfeuern und befördern.
Der mit insgesamt € 68.000,- dotierte Berliner Verlagspreis versteht sich aber auch als Unterstützung der gesamten Berliner Verlagslandschaft – verhilft er doch letztlich der Tätigkeit aller Verlage in Deutschlands größter Verlagsstadt zu mehr öffentlicher Sichtbarkeit.
Der Berliner Verlagspreis verweist auch auf den besonderen Charakter dieser Branche, deren Akteure gleichzeitig Wirtschaftsunternehmen, Veredler und Distributoren kulturell bedeutsamer Inhalte sind.
Wir sind schon sehr gespannt auf die Entscheidungen der in jedem Jahr neu berufenen Jury und freuen uns auf die Verleihung des Berliner Verlagspreises am 17. November im Deutschen Theater!

Ramona Pop – Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Dr. Klaus Lederer
Senator für Kultur und Europa

Der Preis

Der Berliner Verlagspreis wird seit 2018 gemeinsam von den Berliner Senatsverwaltungen für Kultur und Europa sowie Wirtschaft, Energie und Betriebe verliehen. Der Hauptpreis ist mit € 35.000,- dotiert, für zwei Förderpreise werden jeweils € 15.000,- ausgelobt. Die drei weiteren Verlage der Shortlist, die am 11. Oktober 2019 veröffentlicht wird, erhalten eine Anerkennung in Höhe von € 1.000,-. Mit dem Berliner Verlagspreis werden Verlage ausgezeichnet, deren Bücher und sonstige Medien aus dem Mainstream (nicht nur) der Berliner Verlagslandschaft im besten Sinn des Wortes herausragen.

Die Bewerbung

Die Bewerbungsfrist für den Berliner Verlagspreis endet am 31. Juli 2019. Für den Berliner Verlagspreis 2019 können sich Verlage mit einem Umsatz bis zu zwei Millionen Euro bewerben. Die beiden Förderpreise werden nur an Verlage mit einem Umsatz bis zu einer halben Million Euro verliehen. Es gilt hierfür jeweils der Umsatz des Vorjahres. Verlage dieser Größenordnung können jedoch auch mit dem Berliner Verlagspreis ausgezeichnet werden. Der Berliner Verlagspreis wird ausschließlich an Verlage mit einem Berliner Firmensitz vergeben. Von der Verleihung ausgeschlossen sind Verlage, die sich mehrheitlich im Besitz einer größeren Verlagsgruppe befinden – es sei denn, diese Verlagsgruppe erwirtschaftet insgesamt einen Umsatz von unter zwei bzw. einer halben Million Euro. Verlage, die bereits mit dem Berliner Verlagspreis oder einem Förderpreis ausgezeichnet wurden, sind für drei Jahre von der Teilnahme am Wettbewerb ausgeschlossen.

Hier finden Sie ab sofort die Bewerbungsunterlagen

Zum Bewerbungsformular

Die Jury

Ruth Klinkenberg

Geschäftsführerin der Marga Schoeller Bücherstube

Nadine Kreuzahler

Kulturredakteurin beim rbb

Betina Müller

Professorin an der Fachhochschule Potsdam

Caca Savic

freie Autorin

Susanne Schüssler

Geschäftsführerin im Verlag Klaus Wagenbach

Ute Schwens

Stellvertretende Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek

Die Jury wird bei der Preisvergabe folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Publiziert der Verlag Programme mit Werken auf hohem ästhetischen Niveau, die sich auch jenseits des Mainstreams bewegen und über tagesaktuelle Wahrnehmung hinaus Bestand haben?
  • Pflegt der Verlag auch besondere Literaturformen, also Gattungen jenseits des Romans (Lyrik, Drama, Erzählungen, Reportage, Essay)?
  • Werden junge AutorInnen aufgebaut, wird ein Werk gepflegt, werden vergessene AutorInnen wieder zugänglich gemacht?
  • Veröffentlicht der Verlag Bücher von hoher künstlerischer Qualität, beispielsweise auf den Gebieten der Kunstbände, Graphic Novels, Comics, Kinderbücher oder Lyrikbände?
  • Werden Sachbücher mit gesellschaftlicher Relevanz verlegt und stoßen diese Publikationen gesellschaftliche Debatten an, greifen sie in aktuelle Diskurse ein oder geben sie richtungsweisende Vorschläge?
  • Besticht die herstellerische Qualität der Bücher durch Originalität, sorgfältig überlegte Typografie und eine inhaltlich adäquaten Ausstattung?
  • Unternimmt der Verlag besondere Anstrengungen, um die Sichtbarkeit seiner AutorInnen zu erhöhen?
  • Berücksichtigt der Verlag bei seinem Veranstaltungsmanagement die Zusammenarbeit mit dem Sortiment?
  • Setzt der Verlag auf neue Erlös-, Marketing- oder Vertriebsmodelle oder geht gänzliche neue Wege abseits klassischer Strukturen?
  • Setzt das Verlagsprogramm ganz oder in Teilen auf die Möglichkeiten digitalen Publizierens oder geht auch hier ganz neue Wege, auch in Marketing und Vertrieb?

Die Preisverleihung

Der Berliner Verlagspreis wird am 17. November 2019 um 11:00 Uhr im Deutschen Theater verliehen. Der Eintritt ist frei.